Wie wachsen Champignons? Thuis zelf champignons en paddenstoelen kweken, paddestoel thuiskweekset, grow mushrooms, Champignons anbauen, cultiver de champignons

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Wie wachsen Champignons?

Herstellung von Kompost

Kultivierte Champignons wachsen auf Kompost. Dieser Nährboden wird aus folgenden Bestandteilen hergestellt: Stroh, Hühner- und Pferdemist, Kalk und viel Wasser. Weiter werden keine Chemikalien zugefügt. Nach der Mischung dieser Bestandteile beginnt ein Fermentationsprozess. Dieser Prozess endet mit dem so genannten„Champignonkompost”.

Das Brüten und Impfen

Der Champignon pflanzt sich durch Sporen fort. Ein einziger Pilz produziert Milliarden Sporen. Der Kompost wird aber nicht mit den Sporen geimpft, da das zu zeitaufwändig wäre. Darum wird mit der so genannten „Pilzbrut” geimpft. Die Pilzbrut besteht aus sterilem Kompost oder Getreidekörnern, der mit Champignonmycelium durchwachsen ist. Mit dieser Pilzbrut wird der Champignonkompost geimpft. Nach der Impfung dauert es noch ungefähr 2 Wochen, bis der Kompost vollständig mit dem Mycelium durchwachsen ist.

Das Abdecken mit Deckerde

In dem durchwachsenden Kompost können sich noch keine Champignons bilden. Dazu muss der Kompost mit einer so genannten „Deckerde“ abgedeckt werden, die aus verschiedenen Sorten Torf und Schaumerde (einem Abfallprodukt der Zuckerindustrie) besteht. Diese Decklage nennen wir “Deckerde”. Die Deckerde ist sehr empfindlich und muss frei von Krankheitskeimen sein, die richtige Struktur und einen Säuregrad von 7,5 pH haben und muss viel Wasser aufnehmen können. Die Bakterien, die in der Deckerde leben, stimulieren das Mycelium zur Bildung von Champignons. Ohne diese Bakterien können keine Champignons ausgebildet werden - gute Deckerde ist also von größter Wichtigkeit beim Züchten von Champignons.

Wachstum während der Züchtung

  • Einwachsen in die Deckerde: Nachdem der eingewachsene Kompost mit der Deckerde abgedeckt ist, wird die Deckerde mit Sprühen gut feucht gehalten und es werden Luftfeuchtigkeit und CO2-Gehalt in einem abgeschlossenen Raum so hoch wie möglich gehalten. Die Lufttemperatur muss c. a. 22-23 Grad Celsius sein und die Kerntemperatur des Komposts liegt zwischen 25 und 27 Grad Celsius. So durchwächst die Deckerde schnell mit dem Mycelium.
  • Knospenbildung: Nach diesem Wachstumsprozess wird der Zuchtraum intensiv ventiliert. Dadurch sinkt die Lufttemperatur bis 17-18 Grad Celsius, die Kerntemperatur des Komposts bis 20 Grad Celsius und der CO2-Gehalt sinkt bis 1200 ppm. So wird das Mycelium, das sich in der Deckerde befindet, dazu gebracht, Früchte auszubilden, die zuerst als kleine Knospen sichtbar sind.
  • Knospenwachstum: Nach der Knospenbildung kann mit Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit die Menge von Knospen bestimmt werden. Wenn man mit niedriger Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit arbeitet, bekommt man mehr Knospen, und dadurch kleinere Champignons, bei höherer Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit bekommt man eine geringere Anzahl, der Pilz wird aber größer. Die kleinen Knospen wachsen in ungefähr 5 Tagen zu erntereifen Champignons heran. Der ganze Prozess: vom Abdecken des Komposts mit Deckerde bis zur Ernte der Champignons dauert es ungefähr 3 Wochen.

Die Ernte

Die Champignons wachsen nicht fortlaufend weiter, sondern erscheinen in wöchentlichen "Wellen". Eine "Welle" ist eine Ernteperiode. Nach drei bis vier Erntewochen wird die Pilzkultur beendet. Die Erntemenge wird immer kleiner und die Chancen, Krankheiten zu bekommen, nehmen zu. Champignonzuchtbetriebe sind in 2 Gruppen einzuteilen:

  • Die Handpflücker: Das ist sehr arbeitsintensiv. Mit der Hand kann man c. a. 15-18 kg Champignons pro Stunde pflücken. Alle Champignons für den frischen Konsum werden so gepflückt: also alle frischen Champignons in den Geschäften.
  • Maschinenpflücker: Mit Maschinen kommt man auf c. a. 100 - 120 kg. Champignons pro Stunde. Die mit der Maschine geernteten Champignons werden beinahe vollständig von der Konservenindustrie verwertet (Suppen, Dosen, Flaschen, etc.).


Übrig bleibt Champost

Nach der letzten Welle wird die Zelle ausgedampft. Das passiert, um alle Schimmelpilze in der Zelle abzutöten, damit in der nächsten Wachstumsperiode keine Krankheiten aus der alten Zelle zurückbleiben. Mit dem Dampf wird die Zelle 8 Stunden lang auf 70 Grad gebracht und danach geleert. Das Restprodukt aus Kompost und Deckerde nennen wir Champost, ein sehr sauberer Kompost von guter Qualität, der viel im Gartenbau, der Blumenzwiebelzüchtung und im eigenen Garten verwendet wird.

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